Vanessa, wer bist Du?

von einer Rebe, die vorgab eine andere zu sein.

Am 25.06.2016 – also jetzt (09.08.2018) vor gut 2 Jahren bestellte ich bei der Firma „mypalmshop“ unter anderem eine Weinrebe namens ‚Vanessa‘.

Diese Sorte suchte ich aus, weil sie unter anderem wie folgt beschrieben wird:

 Vanessa ist eine sehr schöne, kernlose, rosèfarbene Tafeltraube aus Kanada. Die Trauben sind mittelgroß und haben große, runde, knackige Beeren mit einem angenehmen Biss. Der Geschmack ist fruchtig süß.

Die Rebsorte Vanessa hat im letzten Jahr durch einige Publikationen in Garten- und Fachzeitschriften von sich Reden gemacht und erfreut sich inzwischen sehr großer Nachfrage. Sie hat keine Kerne uns deshalb auch wie die „Suffolk red“ bei Kindern sehr beliebt.

Die Weinrebe hat einen starken Wuchs, besitzt eine gute Frostfestigkeit und eine sehr gute Toleranz gegen Pilzkrankheiten.

Je nach Sonnenschein und Standort, kann ab Anfang September mit der Ernte der reifen Trauben begonnen werden. Vanessa bringt gleichmäßige, mittel bis hohe Erträge.“

Die Beschreibung bei mypalmshop fällt zwar kürzer aus, ist aber ebenso vielversprechend. Ihr könnt sie hier nachlesen: Vitis ‚Vanessa‘ – Kernlose Weintraube

 In diesem Jahr fruchtet diese Rebe in meinem Garten das erste Mal und die Früchte sind klein, dunkelblau und haben Kerne.

Nicht, dass die nicht schmecken, aber es ist definitiv eine andere Traube.

Rebe

Also schrieb ich die Firma mypalmshop an, ob ich jetzt, da ich zum ersten Mal Früchte hätte und erkennen könne, dass es die falsche Sorte sei, die falsche Rebe an sie zurücksenden könne und dafür die richtige bekäme.

 Ich zitiere hier die Antwort:

„Hallo,

entschuldigen Sie nach so langer Zeit können wir das leider nicht mehr nachvollziehen bzw. keinen Austausch etc. anbieten.

Met vriendelijke groet / Mit freundlichen Grüßen / Kind Regards / Cordialement

 Anni“

Tja, jetzt muss ich damit leben, dass von denen falsche Sorten verschickt werden in einer Qualität, dass man ihre Echtheit erst zu spät überprüfen kann.

Natürlich werde ich erneut versuchen diese ‚Vanessa‘ zu bekommen, aber vielleicht finde ich einen Laden, der sie auch tatsächlich hat und nicht nur das Pflanzschildchen an eine blaue Rebe hängt, die meines Erachtens auch eher eine Kelter- statt einer Tafeltraube ist. Wenn ich raten müsste, tippte ich auf einen blauen Muskateller.

p.s.
Das ist mit kernlosen Trauben nicht meine erste Negativerfahrung bei „weißen“ Trauben habe ich bis heute auch nur kernarme statt kernlose Sorten geliefert bekommen, auch wenn die Beschreibung anders war. Aber darüber schrieb ich nicht.

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An den Sommer denken

Vogelmiere

Wir kennen die Vogelmiere mit ihren kleinen Sternblüten als lästiges Unkraut. Sie ist aber auch ein Wildgemüse, und kann ein wertvoller Schutz und Mulchersatz für den nackten Boden sein. Aber…. naja, ist eben Geschmackssache

Leider wachsen bei warmer Witterung im März nicht nur die von uns kultivierten Pflanzen sondern auch die spontane Begleitvegetation in unseren Kulturpflanzenbeständen und Gärten. Also solche Pflanzen, die wir nicht gezielt angebaut haben. Sie kommt aus dem Samenpotential des Bodens, über Wurzelausläufer oder über Zuflug der Samen zur Entwicklung zu uns und kann ausgesprochen lästig werden und sogar unsere Kulturpflanzen ersticken. Alternativ wird heute häufig von Kulturpflanzenbegleitern, Beikraut oder einfach von Unkraut gesprochen.

Wenn wir diesen Pflänzchen bereits jetzt im Frühjahr (das beginnt ja meteorologisch bereits am 01. März, nur das Wetter kennt den Termin nicht) durch Jäten, Hacken oder Mulchen zu Leibe rücken, dann haben wir im Sommer weniger Arbeit. Vor allem bei Samenunkräutern wie Vogelmiere und einjährige Brennnessel, die sich mit ihrer extrem frühen Blüte jetzt schnell vermehren, sollten wir hinterher sein.

Jetzt zu handeln, wird uns etliche ruhige Stunden im Sommer bescheren.

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3. Kölner Saatgutfestival

diesmal mit mir

Auf dem BarCamp zur Essbaren Stadt Köln wurde das Projekt zur Erhaltung der Vielfalt zweimal vorgestellt und am 02. Februar, also mitten in der Karnevalszeit kam eine eMail, die aufmunterte sich aktiv zu beteiligen. Konkret ging es um das Vorbereiten und betreuen des Standes auf dem 3. Kölner Saatgutfestival.

Wörtlich hieß es in der Mail: „Dort sollen die Samen der verschiedenen Buschbohnen-Sorten an Kleingärtner rausgegeben werden.“

Man brauche helfende Hände zur Vorbereitung des Saatguts und für den Stand Leute, die Saatgut ausgeben und Kleingärtner mit Infos dazu versorgen können.

Die Frage nach einem Vorbereitungstreffen am Karnevalswochenende verneinte ich, aber als Freiwilliger zur Standbetreuung, dafür meldete ich mich.

Wirklich viele Infos, was an dem Stand passieren sollte, wie man das mit den Bohnen nun macht und ähnliches erhielt ich im Vorfeld nicht. Zumindest sagte man mir am Vortag des Festivals zu welcher Uhrzeit ich dort sein solle und wo der Stand stünde. Nähere Infos gäbe es vor Ort.

Da ich mir das Ganze natürlich auch aus der Besucherperspektive ansehen wollte, war ich eine gute Stunde früher da und streifte durch die Gänge. Ich fand den einen oder anderen mir bereits wohlbekannten gewerblichen Saatgutvermehrer und bekam auf der Tauschbörse auch ein paar Lupinensamen (angeblich Süßlupinen) und 13 schwarze Kerne einer gelben Stangenbohne mit dem tollen Namen „Olivia“.

Das Mädel mit den Bohnen hatte auch ein Schild auf seinem Tisch „Ich suche Feigen“. Das interessierte mich. Jedenfalls erzählte sie mir, dass sie beim Projekt „Essbare Stadt Köln“ sei und Feigen suche, die hier in Köln funktionieren, um sie im öffentlichen Grün dauerhaft ansiedeln zu können. Das war genau mein Ding und da ich zu Hause noch zwei Feigenstecklinge stehen hatte und auch wen mit etablierten Feigen im Garten kenne, ließ ich mir von Bettina ihre Mailadresse aufschreiben.

Ich zog weiter und betreute irgendwann zwei Stunden den Bohnentisch mit Schnelleinweisung und Unterweisung durch Christine vom VEN-Köln. Am Stand wurden über 100 Tütchen von 30 verschiedenen Sorten Buschbohnen verteilt und immer darauf hingewiesen, dass es sich hier nicht um Bohnen zum Anbau, sondern zur Saatgutvermehrung handele. Allerdings war von einer Abgabe speziell an Kleingärtner so gar nichts zu merken. Die Tütchen wurden an jeden abgegeben, der versicherte im Herbst auch 20 Kerne zurück zu geben.

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Vergessen!

Ich habe tatsächlich vergessen, dass ich diesen BLOG habe. Dabei ist es so einfach hier Texte und Fotos abzulegen und ich FB zu teilen. Stattdessen habe ich mich nur noch auf FB konzentriert. Das ist dumm und unverzeihlich.

Verzeihen Sie mir bitte.

Eigentlich sollte ein Gärtner auch eher in seinem Garten arbeiten, als das Internet zu bespaßen, aber ich habe soeben die „Aussaattage Maria Thun 2018“ im Briefkasten gehabt, weil ich nochmal den Mondkalender testen wollte und als ich mich fragte, wie ich am besten meine Erfahrungen notiere, fiel mir der BLOG ein.

Bis bald

HP

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Mirabelle, Oleander, Grünkohl und Palmen

Mirabelle nach dem Schnitt von Südwesten

Mirabelle nach dem Schnitt von Südwesten

Auf Neujahr war ich ja nicht nur zu müde, sondern konnte allein auch nicht mehr die beiden obersten Kronenäste meiner Mirabelle absägen. Das habe ich dann heute mal eben schnell nachgeholt. Insgesamt hab ich heute aber dreimal die Säge angesetzt, da mir im mittleren Bereich auch noch ein Ast zu dick war. Mal gespannt wie oft man mir jetzt wieder

Mirabelle nach dem Schnitt von Norwesten aus gesehen.

Mirabelle nach dem Schnitt von Norwesten aus gesehen.

Obstbaumfrevel vorwerfen wird. Aber Hauptsache ich bekomme wieder ne kleine Portion dieses leckeren Obstes. Schließlich will ich damit ja nicht auf den Markt gehen.

Auf einem Weg konnte ich dann heute auch direkt mal einen Blick auf meine Oleander in der unbeheizten Gartenlaube werfen. Dabei habe ich es aber nicht gelassen, sondern direkt mal die Schere angesetzt und mir ein paar Kopfstecklinge geschnitten. Auf die Idee kam ich, da ich heute Vormittag ein paar Stecklinge topfte, die ich beim Einräumen geschnitten hatte. Entgegen allen gärtnerischen Weisheiten und Vorgaben bewurzele ich Oleander nach wie vor am besten in Wasser.

frisch getopfter Steckling von Nerium Oleand 'variegata'

frisch getopfter Steckling von Nerium Oleand ‚variegata‘

Am liebsten in Bierflaschen, aber in meinem Kaffeepott hat es auch funktioniert. Hauptsache dabei ist, dass kein Licht ins Wasser fällt. Der Name Oleander stammt von den zwei Wörtern olea für Öl und andreios für stark, kräftig ab. Der Gattungsname Nerium leitet sich vom lateinischen Wort nerium für nass ab und weist somit auf den bevorzugten natürlichen Standort dieser Pflanze in Tälern von Fließgewässern (ähnlich vieler unserer Weiden-Arten) hin. Somit hab ich auch kein schlechtes Gewissen bezüglich der Wasserbewurzelung.

Lustig fand ich heute im Garten ein Blick in mein Grünkohlbeet, wo bei den abgeernteten Pflanzen junge Triebe aus den Blattachseln kommen. Wenn es noch 2 Wochen so mild bleibt, gibt es an den selben Pflanzen noch mal ne zweite Ernte.

Frische Triebe in "alter" Pflanze

Frische Triebe in „alter“ Pflanze

Cool eigentlich, wenn es nicht so kalt ist. Auch scheinen die liebe Tauben genug andere Nahrung zu finden und sind so nicht gezwungen mir meinen Kohl weg zu fressen.

Mein Lieblingsspruch „ARBEIT zieht ARBEIT nach sich“ hat sich auch heute wieder bewahrheitet. Bei der Topferei der Oleanderstecklinge blieb eine gute Portion genässtes Seramis übrig. Tja da mussten dann die Palmensamen ausgepackt werden. Ich entschied mich heute für die Sägepalme (Serenoa repens) – eine im Südosten der USA heimische Palmenart. Die Keimdauer vieler Palmensorten ist eine echte Geduldsprobe, wenn die Temperatur nicht stimmt. Da mein Keimbeutel aber auf der Fensterbank über der Heizung liegt, dürfte es eigentlich relativ schnell gehen. Früher konnte ich die Keimbeutel noch auf meinen Röhrenfernseher legen, aber den gibt es ja nicht mehr. Ich schätze mal, dass ich in vierzehn Tagen das erste mal nach Keimspitzen gucken werde. Also Geduld.

Keimbeutel

Keimbeutel

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Eine Stunde Baumschnitt

Auch wenn ich in Bezug auf Bäume schneiden oft ein fauler Hund bin und es auch schon hab ganz bleiben lassen, wenn ich schneide, dann versuche ich es ordentlich zu machen.

Ich bin eigentlich auch ein Fan des Sommerschnittes statt des Winterschnittes, aber im Herbst letzten Jahres hat mein Vater mir helfen wollen und meine Obstbäume geschnitten.  Was also bleibt mir übrig als jetzt noch schnell bevor der Frost zuschlägt das zu korrigieren, was ich noch korrigieren kann.

Leider ist es ja wie beim Haare schneiden, dass man das was ab ist nicht wieder dran kleben kann. Glücklicherweise lässt sich beim Baumschnitt aber durch einen noch stärkeren Schnitt das größte Übel noch verhindern. Leider bin ich noch nicht ganz fertig, aber meine Bäume sind schon wesentlich kleiner als sie hätten sein müssen. Ich denke noch zwei dicke Äste aus der Mirabelle raus….

Hier mal ein Beispiel, warum ich auch nachschneiden musste:

Zapfen an meinem Boskoop

Zapfen an meinem Boskoop

Kappe an meinem Boskoop

Kappe an meinem Boskoop

wenn ich also einen Kleiderständer haben wollte, müsste ich nix tun. Aber ich will einen Apfelbaum.

Diese kleinen Zapfen weg zu schneiden war aber nicht alles. Da Vater auch einiges hatte stehen lassen, was nur durch kräftigen Rückschnitt ins alte Holz zu beheben war, musste die Säge noch ausgepackt werden. Irgendwann hab ich mitten in der Arbeit die Arbeit liegen lassen und meine Äste weg geräumt. Der Winter ist ja noch nicht vorbei und so werde ich sicher noch Gelegenheit zum Sägen kommen.

Fazit: Gut gemeint ist lange nicht gut gemacht.

14:30 bis 15:45 im Garten macht 1 Stunde und 15 Minuten für heute und somit auch bisher für 2014.

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Erster Tag des Jahres bringt erste Bilder des Gartens

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