Mirabelle, Oleander, Grünkohl und Palmen

Mirabelle nach dem Schnitt von Südwesten

Mirabelle nach dem Schnitt von Südwesten

Auf Neujahr war ich ja nicht nur zu müde, sondern konnte allein auch nicht mehr die beiden obersten Kronenäste meiner Mirabelle absägen. Das habe ich dann heute mal eben schnell nachgeholt. Insgesamt hab ich heute aber dreimal die Säge angesetzt, da mir im mittleren Bereich auch noch ein Ast zu dick war. Mal gespannt wie oft man mir jetzt wieder

Mirabelle nach dem Schnitt von Norwesten aus gesehen.

Mirabelle nach dem Schnitt von Norwesten aus gesehen.

Obstbaumfrevel vorwerfen wird. Aber Hauptsache ich bekomme wieder ne kleine Portion dieses leckeren Obstes. Schließlich will ich damit ja nicht auf den Markt gehen.

Auf einem Weg konnte ich dann heute auch direkt mal einen Blick auf meine Oleander in der unbeheizten Gartenlaube werfen. Dabei habe ich es aber nicht gelassen, sondern direkt mal die Schere angesetzt und mir ein paar Kopfstecklinge geschnitten. Auf die Idee kam ich, da ich heute Vormittag ein paar Stecklinge topfte, die ich beim Einräumen geschnitten hatte. Entgegen allen gärtnerischen Weisheiten und Vorgaben bewurzele ich Oleander nach wie vor am besten in Wasser.

frisch getopfter Steckling von Nerium Oleand 'variegata'

frisch getopfter Steckling von Nerium Oleand ‚variegata‘

Am liebsten in Bierflaschen, aber in meinem Kaffeepott hat es auch funktioniert. Hauptsache dabei ist, dass kein Licht ins Wasser fällt. Der Name Oleander stammt von den zwei Wörtern olea für Öl und andreios für stark, kräftig ab. Der Gattungsname Nerium leitet sich vom lateinischen Wort nerium für nass ab und weist somit auf den bevorzugten natürlichen Standort dieser Pflanze in Tälern von Fließgewässern (ähnlich vieler unserer Weiden-Arten) hin. Somit hab ich auch kein schlechtes Gewissen bezüglich der Wasserbewurzelung.

Lustig fand ich heute im Garten ein Blick in mein Grünkohlbeet, wo bei den abgeernteten Pflanzen junge Triebe aus den Blattachseln kommen. Wenn es noch 2 Wochen so mild bleibt, gibt es an den selben Pflanzen noch mal ne zweite Ernte.

Frische Triebe in "alter" Pflanze

Frische Triebe in „alter“ Pflanze

Cool eigentlich, wenn es nicht so kalt ist. Auch scheinen die liebe Tauben genug andere Nahrung zu finden und sind so nicht gezwungen mir meinen Kohl weg zu fressen.

Mein Lieblingsspruch „ARBEIT zieht ARBEIT nach sich“ hat sich auch heute wieder bewahrheitet. Bei der Topferei der Oleanderstecklinge blieb eine gute Portion genässtes Seramis übrig. Tja da mussten dann die Palmensamen ausgepackt werden. Ich entschied mich heute für die Sägepalme (Serenoa repens) – eine im Südosten der USA heimische Palmenart. Die Keimdauer vieler Palmensorten ist eine echte Geduldsprobe, wenn die Temperatur nicht stimmt. Da mein Keimbeutel aber auf der Fensterbank über der Heizung liegt, dürfte es eigentlich relativ schnell gehen. Früher konnte ich die Keimbeutel noch auf meinen Röhrenfernseher legen, aber den gibt es ja nicht mehr. Ich schätze mal, dass ich in vierzehn Tagen das erste mal nach Keimspitzen gucken werde. Also Geduld.

Keimbeutel

Keimbeutel

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Eine Stunde Baumschnitt

Auch wenn ich in Bezug auf Bäume schneiden oft ein fauler Hund bin und es auch schon hab ganz bleiben lassen, wenn ich schneide, dann versuche ich es ordentlich zu machen.

Ich bin eigentlich auch ein Fan des Sommerschnittes statt des Winterschnittes, aber im Herbst letzten Jahres hat mein Vater mir helfen wollen und meine Obstbäume geschnitten.  Was also bleibt mir übrig als jetzt noch schnell bevor der Frost zuschlägt das zu korrigieren, was ich noch korrigieren kann.

Leider ist es ja wie beim Haare schneiden, dass man das was ab ist nicht wieder dran kleben kann. Glücklicherweise lässt sich beim Baumschnitt aber durch einen noch stärkeren Schnitt das größte Übel noch verhindern. Leider bin ich noch nicht ganz fertig, aber meine Bäume sind schon wesentlich kleiner als sie hätten sein müssen. Ich denke noch zwei dicke Äste aus der Mirabelle raus….

Hier mal ein Beispiel, warum ich auch nachschneiden musste:

Zapfen an meinem Boskoop

Zapfen an meinem Boskoop

Kappe an meinem Boskoop

Kappe an meinem Boskoop

wenn ich also einen Kleiderständer haben wollte, müsste ich nix tun. Aber ich will einen Apfelbaum.

Diese kleinen Zapfen weg zu schneiden war aber nicht alles. Da Vater auch einiges hatte stehen lassen, was nur durch kräftigen Rückschnitt ins alte Holz zu beheben war, musste die Säge noch ausgepackt werden. Irgendwann hab ich mitten in der Arbeit die Arbeit liegen lassen und meine Äste weg geräumt. Der Winter ist ja noch nicht vorbei und so werde ich sicher noch Gelegenheit zum Sägen kommen.

Fazit: Gut gemeint ist lange nicht gut gemacht.

14:30 bis 15:45 im Garten macht 1 Stunde und 15 Minuten für heute und somit auch bisher für 2014.

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Erster Tag des Jahres bringt erste Bilder des Gartens

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Jetzt geht die Gartenarbeit los – Mit der Planung

Ja, ja ich weiß, eigentlich hat die neue Garten-Saison schon zu Weihnachten begonnen, als wir unsere Geranien gesät haben. Außerdem hatten wir ja schon jede Menge Gartenkataloge im Briefkasten. Aber seien wir ehrlich, auch Vollblutgärtner nehmen sich „zwischen den Jahren“ schon mal eine Ausszeit.

Zwischen den Jahren beschreibt als Redewendung heute in der Regel die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr, die in der Schweiz Altjahrswoche genannt wird. Ursprünglich umfasste der damit gemeinte Zeitraum entweder die sogenannten Rauhnächte (auch zwölf heilige Nächte, Zwölfnächte genannt) oder die Zeit zwischen dem Ende des alten Jahres (24. Dezember) und Beginn des neuen Jahres (6. Januar). Während der Zeitraum Zwischen den Jahren historisch eine sehr unterschiedliche Anzahl von Brückentagen aufweist, liegen die Rauhnächte traditionell zwischen dem 21. Dezember (Wintersonnenwende) und dem 6. Januar. Für den christlich geprägten Zeitraum zwischen Weihnachten (25. Dezember) und Erscheinung des Herrn (6. Januar) ist auch der Begriff Zwölf Weihnachtstage (kurz auch die Zwölften) geläufig. In der Russisch-Orthodoxen Kirche fallen diese 12 Tage (russisch Святки/Swjatki) zwischen das orthodoxe Weihnachtsfest (7. Januar) und die Taufe Jesu (19. Januar).

Da ich nicht orthodox bin, ist also der heutige 7. Januar für mich der Start ins neue Gartenjahr.
Der Winter ist die ideale Zeit zur Planung neuer Gartenprojekte, natürlich auch zur Planung einer kompletten Neugestaltung. Das Thema Gartengestaltung würde ein ganzes Buch füllen, so vielfältig sind die Möglichkeiten, seinen eigenen Traumgarten zu gestalten. Entscheidend ist aber einzig und allein der eigenene Geschmack – da sollte man sich nicht beirren lassen – und eventeulle gesetzliche Vorgaben wie Nachbarschaftsrecht oder das Bundeskleingartengesetz.

Mit ein wenig Gespür für Pflanzen, Formen und Farben kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Und die Planung der Gartenstruktur ergibt sich oft von alleine aus dem Grundstück und es geht dann nur noch um Details.
Für mich ist die einzige Regel: Das Resultat soll sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Und viel Platz für Veränderung und Natur soll bleiben. Mein Garten sieht jedes Jahr anders aus, auch ohne mein Zutun.

Natürlich kann man sich noch mit Gartenzeitungen und -magazinen versorgen, mit Büchern und mit digitalen Gartengestaltungsprogramm (gar in 3D). Meine besten Anregungen jedoch hole ich mir bei anderen Gartenfreunden. Das ganze Jahr hindurch ab und zu ein kleiner Spaziergang durch die eigene oder andere Gartenanlagen kann einem so manche Idee bringen. Was man selbst draus macht, ist dann eben individuell.

In diesem Sinne

Gut Kraut

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Oma Schmitz

oder wie der Australier sagt „Granny Smith“

kennt doch jeder als Äpfelchen oder?

Nun ich hab mal wieder einen Kern aus so nem Apfel ausgesät. Leider ist das Bild ein bißchen unscharf, aber man sieht wenigstens was grünes 🙂apfel.jpg

Ich hoffe mal, dass er sich mindestens so gut entwickelt, wie die, die jetzt schon 3 Jahre in meinem Garten stehen. Mal sehen wie lange ich bei denen noch auf die ersten Blüten warten muss.

Ich denke bei dem kleinen werd ich noch 8 Jahre bangen müssen.

Da der Granny Smith selbst auch ein Zufallssämling ist, kann es durchaus sein, dass hier was vernünftiges bei raus kommt. Es wird angenommen, dass es sich bei der Apfelsorte Granny Smith um eine Kreuzung zwischen dem Setzling des HolzapfelMalus sylvestris und dem Pollen des KulturapfelsM. domestica handelt.

Da die Sorte des Kulturapfels unbekannt ist, gibt es Spannung. Wenn die Kinder mehr dem Holzapfel gleichen, so ist er wenigstens ein guter Pollenspender und Bienenweide im Garten. Holzäpfel wurden übrigens schon in der Jungsteinzeit genutzt.

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Agave montana – Berg-Agave

Die Königin der Agaven ist nicht nur eine der schönsten Arten, sondern auch besonders geeignet zur Zucht in Klimazonen mit kalten, feuchten Wintern. Sie stammt aus dem Nordosten Mexikos und wächst auf bis zu 3.500 m Höhe, meistens im Unterholz von Kiefern- und Eichenwäldern, wo die Sommer kalt und die Winter streng sind. Schnee, Eis und Temperaturen unter Null sind für diese Lagen normal, und diese Agavenart sollte daher mit hoher Wahrscheinlichkeit Temperaturen bis zu -15 ºC selbst bei Feuchtigkeit aushalten. Dies ist keine Wüstenpflanze! Die Agave montana wächst als große, dichte, einzelne Rosette aus breiten, grau-grünen Blättern mit dornigen rötlichen Rändern und abschließender Spitze. Samen für diese Art sind nur in kleinen Mengen erhältlich, da sie erst vor etwa 10 Jahren entdeckt wurde.

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Agave americana

Beschreibung:
Die Amerikanische Agave wurde in Mitteleuropa etwa in der Mitte des 16. Jahrhunderts eingeführt und wird heute 30-12-07_1521.jpghäufig als Zierpflanze aufgrund der einfachen Handhabung genutzt. Amerikanische Agaven (Agave americana) haben blaugrüne Blätter, die wie mit einem grauen Puder überzogen zu sein scheinen. Die Blätter wachsen zum Teil verdreht oder „umgeschlagen“ und sind an den Rändern gezähnt. Neben der Wildform wurden auch einige Zierpflanzenzüchtungen entwickelt, am verbreitetsten ist die Agave mit weißer oder gelblicher Zeichnung auf dem Blatt (Panaschierung: An einigen Stellen des Blattes fehlt das Blattgrün). Normalerweise werden die Agaven in große Töpfe gepflanzt und im Sommer nach draußen gestellt, im Winter müssen sie allerdings vor Frost bewahrt werden. Nach der Blüte sterben die Agaven ab. Doch im Laufe ihres Lebens – und besonders bevor die Pflanze abstirbt – bildet sie Seitentriebe; das ist dann die nächste Generation. Da oft viele Seitentriebe pro Mutterpflanze gebildet werden, kann man die Agave so vermehren (vegetative Vermehrung). Die panaschierten Sorten kann man nur vegetativ vermehren. Die Amerikanische Agave blüht in Mitteleuropa erst nach 50 bis 60 Jahren.

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