Ja, ja ich weiß, eigentlich hat die neue Garten-Saison schon zu Weihnachten begonnen, als wir unsere Geranien gesät haben. Außerdem hatten wir ja schon jede Menge Gartenkataloge im Briefkasten. Aber seien wir ehrlich, auch Vollblutgärtner nehmen sich „zwischen den Jahren“ schon mal eine Ausszeit.
Zwischen den Jahren beschreibt als Redewendung heute in der Regel die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr, die in der Schweiz Altjahrswoche genannt wird. Ursprünglich umfasste der damit gemeinte Zeitraum entweder die sogenannten Rauhnächte (auch zwölf heilige Nächte, Zwölfnächte genannt) oder die Zeit zwischen dem Ende des alten Jahres (24. Dezember) und Beginn des neuen Jahres (6. Januar). Während der Zeitraum Zwischen den Jahren historisch eine sehr unterschiedliche Anzahl von Brückentagen aufweist, liegen die Rauhnächte traditionell zwischen dem 21. Dezember (Wintersonnenwende) und dem 6. Januar. Für den christlich geprägten Zeitraum zwischen Weihnachten (25. Dezember) und Erscheinung des Herrn (6. Januar) ist auch der Begriff Zwölf Weihnachtstage (kurz auch die Zwölften) geläufig. In der Russisch-Orthodoxen Kirche fallen diese 12 Tage (russisch Святки/Swjatki) zwischen das orthodoxe Weihnachtsfest (7. Januar) und die Taufe Jesu (19. Januar).
Da ich nicht orthodox bin, ist also der heutige 7. Januar für mich der Start ins neue Gartenjahr.
Der Winter ist die ideale Zeit zur Planung neuer Gartenprojekte, natürlich auch zur Planung einer kompletten Neugestaltung. Das Thema Gartengestaltung würde ein ganzes Buch füllen, so vielfältig sind die Möglichkeiten, seinen eigenen Traumgarten zu gestalten. Entscheidend ist aber einzig und allein der eigenene Geschmack – da sollte man sich nicht beirren lassen – und eventeulle gesetzliche Vorgaben wie Nachbarschaftsrecht oder das Bundeskleingartengesetz.
Mit ein wenig Gespür für Pflanzen, Formen und Farben kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Und die Planung der Gartenstruktur ergibt sich oft von alleine aus dem Grundstück und es geht dann nur noch um Details.
Für mich ist die einzige Regel: Das Resultat soll sich harmonisch in die Umgebung einfügen. Und viel Platz für Veränderung und Natur soll bleiben. Mein Garten sieht jedes Jahr anders aus, auch ohne mein Zutun.
Natürlich kann man sich noch mit Gartenzeitungen und -magazinen versorgen, mit Büchern und mit digitalen Gartengestaltungsprogramm (gar in 3D). Meine besten Anregungen jedoch hole ich mir bei anderen Gartenfreunden. Das ganze Jahr hindurch ab und zu ein kleiner Spaziergang durch die eigene oder andere Gartenanlagen kann einem so manche Idee bringen. Was man selbst draus macht, ist dann eben individuell.
In diesem Sinne
Gut Kraut
